Achtung

Was wäre, wenn wir unsere Erfahrungen erfahrbar und begreifbar machen würden, für Andere, für Außenstehende, für menschenfreundlich Unterstützende?

Was wäre, wenn wir das Gelernte, das Verinnerlichte, aus uns heraus brächten und transformieren würden, in etwas Weiterentwickeltes, Selbstgedachtes, Zukunftsfähiges?

Was wäre, wenn wir jede Sprache, die in uns lebt, ins klare Bewusstsein ließen und für uns übersetzen würden, so dass wir alle verständen?

Was wäre, wenn wir den Schlüssel zu unserem Wissen in uns fänden und benutzen würden, um uns jeder Tür, jeder Schublade, jedem Gefängnis in unserem Kopf zu bemächtigen?

Was wäre, wenn wir sie benennen würden, unsere neuzeitlichen Kriegsverbrecher, deren Massaker uns und Andere in Schutt und Asche legten?

Was wäre, wenn wir hörbar werden würden mit den Unglaublichkeiten, den Unfassbarkeiten, und was wäre, wenn man uns glauben würde, was war und was ist?

Was wäre, wenn wir wären, was wir sind?

Und was wäre, wenn wir nicht die Einzigen wären, die sich diese Fragen stellen?

 

Wenn ich groß bin, werde ich Whistleblower. Ach was, doch nicht erst dann!

Ich werde Staatsgeheimnisse veröffentlichen, von einem Staat, den bisher niemand kannte. Oder der bisher noch nicht oft und noch nicht laut genug benannt wurde?!

Ich werde erzählen, welche großen und kleinen Kriminellen an öffentlichen und geheimen Tischen mit feinen Gläsern sitzen und worüber sie sprechen, wenn sie Neues beschließen und Altes verfeinern.

Ich werde mein Gesicht nicht verstecken, wenn man mich ungläubig anschaut und an mir zweifelt. Ich werde nicht entschuldigend lächeln und unsicher blinzeln. Mein Blick bleibt ruhig auf die Tatsachen geheftet, während meine Worte in mein Gegenüber eindringen.

Ich werde keinen Cent Schweigegeld annehmen, keine Drohung meine Angst füttern lassen und nicht flüchten ins freie Outback. Ich bleibe mittendrin im Land, denn ich bin eine von ihnen und eine von allen.

Ist die Zeit reif, wird mein Pfiff die Gläser zum Klirren bringen.

3 Kommentare zu „Achtung

  1. Hm, ein Whistleblower – das wäre auch kein schlechter Lebenszweck – eine sinnvolle Aufgabe für ein Leben…. im nächsten Leben werde ich es in Erwägung ziehen – jetzt reicht die Zeit nicht mehr für so eine umfassende Aufgabe….

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