Auf Wiedersehen.

Wir haben uns entschieden, den Blog „Geteilte Ansichten“ zum Jahresende zu schließen.

Wir beenden unsere Internet-Öffentlichkeitsarbeit zum Themenbereich „Dissoziative Identitätsstruktur / Rituelle Gewalt“.

Aber: Wir hören nicht auf zu schreiben. Wo und wie, mit welchem Fokus, auf welchen Wegen- das ist bisher noch offen.

Der bestehende Inhalt von „Geteilte Ansichten“ wird nicht gelöscht. Es wird nur nichts Neues mehr hinzugefügt.

Herzlichen Dank an unsere virtuellen Wegbegleiter_innen. Die angegebene Kontakt-Emailadresse ist weiterhin nutzbar.

Wir wünschen Euch das Allerbeste!

Nachtwach

„Es ist nicht dasselbe Bett, schau!“

Sie reißt immer noch die Augen auf, erkennt aber nichts. Im Gestern gefangen. In den Erinnerungen.

„Ich berühre jetzt deine Hand.“

Sie zuckt nicht zusammen, als ich ihre kalten Finger greife. Aus den angststarren Augen quellen nun Tränen. Keine Trauer ist das, sondern ein biologischer Schutzmechanismus nach über einer Stunde zwinkerlosen Starrens.

„Meine Hand und deine Hand fühlen jetzt gleich den Teddybären. Er wohnt noch nicht so lange bei uns. Er ist neu. Er kommt nicht von früher.“

Der Teddy bewirkt nichts. Ich weiß nicht, wie ich sie zurückholen kann.

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Feiertage und zelebrierte Ausweglosigkeit?

Wenn Menschenkinder rituelle Gewalt erfahren- das heißt, schwere körperliche, seelische, sexualisierte Misshandlung innerhalb einer Gruppierung mit ideologischem Hintergrund– kann es sein, dass auch später im (Über-)Leben bestimmte „Feiertage“ sehr belastend erlebt werden.

Wenn die Tätergruppierung Jahr für Jahr bestimmte kulturelle, religiöse, o.a. Tage missbraucht, um sie sich einer rituellen, gewaltvollen „Gestaltung“ zunutze zu machen, werden diese Zeiten natürlich für das Opfer traumatisch belegt. Dann wird innerlich abgespeichert, wie schrecklich Karfreitag, Weihnachten, der eigene oder anderweitige Geburtstage, Sommersonnenwende, u.a. sind, bzw. waren. Und es braucht Zeit, die traumatischen Erinnerungen zu verarbeiten und den Feiertagen eine neue, eigene Bedeutung zu geben.

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kurzzeitig

Kalte Füße, nasse Socken. Stehen inmitten einer Wasserpfütze, den Blick nach oben gerichtet. Verwundert, dass Regen fällt. An ihr vorbei.

Autos, Fahrradklingeln, reflektierende Lichter in den Augenwinkeln. Einen Rucksack vor den Bauch gepresst. Schuhe baumeln, an den Schnürsenkeln zusammengebunden, an der Seitentasche.

Ein Haus mit einer Treppe. Hinsetzen und sich trauen, genauer hinzuschauen. Was und wer ist das hier? Wie heißt diese Stadt? Was befindet sich im Rucksack?

Ein kleines Gerät ohne Kabel, Antenne oder Batterie. Ganz flach. Schwarz. Ein Taschenrechner scheint es nicht zu sein. Nutzlos für sie.

Ein Portemonnaie. Klimpergeld und ein Schein. Die D-Mark ist es nicht. Karten. Flache, kleine, dünne Karten, teilweise mit Fotos. Es scheint immer dieselbe Frau zu sein. Die Sicht verschwimmt und die Buchstaben sind viel zu klein. Es ist

ein ihr völlig fremder Rucksack. Fremder Inhalt. Fremdes Leben.

Regen tropft in die geöffnete Tasche.

Sie konzentriert sich einen Moment, um nach einem Taschentuch zu suchen. Sie findet eins.

In den nächsten 2 Stunden hält sie sich am Papier fest.

Bis das Wasser es aufgelöst hat.

Genau wie sie.

Dann ist ein anderer Tag.

Eine andere Zeit.

DIS-kalkulie

I * G = ID + L + UI = BM- R-H = DIS

„Man nehme den Faktor I= ICH=1 und multipliziere ihn mit einer entsprechenden Menge G= GEWALTERLEBNISSE

Man erhält ID= IDENTITÄTEN und addiert  L= LEBENSALTER und UI = UMWELTIGNORANZ. Man erhält Wert BM = BELASTUNG/MORTALITÄTSRATE

Von BM subtrahiert man R = RESILIENZ und H = HILFSANGEBOTE = DIS

DIS (DifferentialIrrationalStatus) < 1 macht eine Rechenüberprüfung nötig

DIS > 1 macht eine Faktor-I-Überprüfung nötig“

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